Bekannte Webadressen in der Kategorie: Handwerk

Handwerk und Industrie auf Mallorca

Handwerk und Industrie war im agrarisch dominierten traditionellen Mallorca seit jeher von untergeordneter Bedeutung. Nichtsdestotrotz existierten verschiedene industrielle Gewerbezweige, die Alltagsprodukte, vornehmlich zur Deckung des Inselbedarfs, herstellten.

Dazu gehörte die Herstellung von Ton- und Porzellanwaren, von geflochtenen Gebrauchsgegenständen wie Körbe, Hüte und Ähnliches sowie Metallgießereien, Metallschmieden und Maschinenbauindustrie, die beispielsweise Ölpressen, Pflüge, Ackergeräte, Dampfmaschinen, Öfen lieferten.

Ein bereits im 19. Jh. bedeutender Industriezweig war die Leder- und Schuhindustrie. Im ausgehenden 19. Jh. existierten auf Mallorca 56 Fabriken, die auf die Gerberei von Leder spezialisiert waren, einige davon auch im Südwesten der Insel bei Paguera. Die Häute hierfür wurden vor allem aus Amerika und Indien bezogen, und zu einem ganz kleinen Teil stammten sie auch von mallorquinischem Vieh. Die notwendigen Gerbstoffe, Eichen- und Kiefernrinde, lieferten die Wald- und Baumbestände der Insel. Ein großer Teil des bearbeiteten Leders wurde nach Kuba, auf das spanische Festland, die Kanarischen Inseln oder auch nur auf die Nachbarinsel Menorca exportiert. Der übrige Teil belieferte die Schuhmacherwerkstätten der Insel.
Das Schuhhandwerk war zur damaligen Zeit einer der am weitesten entwickelten Industriezweige Mallorcas und blickte bereits auf eine lange Tradition zurück. Die Schuhmacherzünfte sind die ältesten Zünfte überhaupt, sie entstanden unmittelbar nach der Vertreibung der Mauren durch die christlichen Katalanen im 13. Jh.
Anders als heute lag das Zentrum der Schuhproduktion Ende des 19. Jh. noch nicht im Raiguer, sondern in Palma de Mallorca und Umgebung. Hier gab es etwa 88 Schuhmacherbetriebe, die mit zum Teil 80 bis 100 Arbeitskräfte zu Recht als Schuhfabriken bezeichnet werden können. Im Raiguer gab es zur gleichen Zeit, vor allem in Inca und Binissalem, zahlreiche kleine Schuhmacherwerkstätten, die zusätzlich zu einem Lehrling nur selten noch mehrere Arbeiter beschäftigten.
Trotzdem stellten auch sie von Anfang an nicht nur Schuhe für die örtliche Bevölkerung her, sondern arbeiteten wie die “großen” Unternehmen in Palma de Mallorca für den Export, vor allem in das spanische Amerika.

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Orthopädie-Schuhtechnik in Hamburg natürlich von Theel

  • Kinder und Jugendliche wachsen in Turnschuhen heran. Man spricht auch von der Turnschuhgeneration.
  • Frauen quälen sich in High Heels rein. Weil Sie modern und schick sind. Dabei stöhnt so manche Frau wenn sie längere Zeit in sehr hohen Absätzen gegangen ist? Dann streift sie verlegen unter dem Tisch den Fuß aus dem Schuh. Die Ursache: Die unnatürliche Haltung, welche sie ihren Füßen zumutet.

Warum warnen Ärzte für Orthopädie vor übermäßiges Laufen mit diesen Schuhen?
Steht man in natürlicher, gerader Haltung auf einer waagerechten Fläche so verteilt sich das Körpergewicht in etwa zu 90 Prozent auf das kräftige Fersenbein und zu 10 Prozent auf den Vorderfuß und die Zehen. Stellt man sich nun auf die hohen Absätze, kommt es zu einer Gewichtsverlagerung nach vorn – das Fersenbein wird entlastet und der Vorderfuß übermäßig belastet. Außerdem steht der Fuß durch die hohen Absätze ständig auf einer schiefen Ebene, und er wird so zum ununterbrochenen “Bergabgehen” gezwungen.

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Was kosten Möbel vom Schreiner?

Möbel vom Schreiner passen genau. Vorzüge von Schreinermöbeln

Besonders in Mansardenwohnungen und Wohnungen, die weniger großzügig mit ihren räumlichen Ausdehnungen sind, ist es manchmal schwer, die passenden industriell gefertigten Fließbandmöbel dafür zu bekommen.
Mit dieser Massenware ist der Möbelhändler nur selten imstande, was Sonderanfertigungen betrifft, ausgefallene Wünsche seiner Kunden ganz im Gegensatz zum Schreiner zu erfüllen.

Maßtische vom Profi
Wer oft Besuch empfängt und mit ihm gern in gemütlicher Runde sitzt, aber nicht über viel Räumlichkeiten verfügt, kann sich von Schreiner natürlich auch Tische nach Maß anfertigen lassen.
An einem runden Tisch finden mehr Leute Platz, als an einem eckigen mit gleichem Durchmesser. Weiter lesen 'Was kosten Möbel vom Schreiner?'»

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Schuster Greis – Würzburg

Durch die Jahrhunderte der Schuhmode “gestiefelt”.

Die ersten Menschen trugen weder Bekleidung noch Schuhe, doch auch in geschichtlicher Zeit waren Schuhe als allgemeines Bekleidungsmittel nicht üblich. Selbst die alten Ägypter – mit Ausnahme der Pharaonen – trugen keine Schuhe, und auch bei den Griechen und Römern war dies zunächst nicht Sitte, es sei denn, man bekleidete einen hohen Rang. Doch gab es auch Ausnahmen.

So soll es der griechische Dichter Aeschylus gewesen sein, der für die Schauspieler Schuhe mit enorm dicken Sohlen einführte (Abb.1).
Diese “Kothurne” genannten, Stiefel sollten die Schauspieler größer erscheinen lassen, und da die Griechinnen jener Zeit klein und zierlich waren, griffen sie diese Mode gerne auf.

Schuster Greis - Würzburg
Stiefel gibt es schon lange, und etwa um die Zeitwende (Christi Geburt) waren Modelle
der in Abb.2 gezeigten Art modern.

Änderungen erfolgten damals nur langsam, weshalb auch Stiefeletten der Normannen (um das Jahr 1000) nicht viel anders aussahen, obwohl sie bereits eine seitliche Schnürung hatten (Abb. 3).

Knopfstiefel gab es um das Jahr 1400.
Solche Stiefel bestanden aus einem Stück und hatten am Rist einen Schlitz, damit sie gut verstellbar waren. Der obere Teil war gamaschenartig ausgeführt, wurde jedoch mit dem Unterteil durch eine Naht verbunden (Abb. 4).
Nun wurde das Bild langsam bunter. Der in (Abb. 5) dargestellte englische Stiefel des 17. Jahrhunderts hatte z.B. als Vorbild einen Bierkrug aus Leder, der mit Teer überzogen worden war.
Der Stiefel wurde über dem normalen Schuhwerk getragen. Die ersten nordamerikanischen Siedler fanden so großen Gefallen an dieser Schuhart, dass schließlich ein Gesetz erlassen wurde, wonach ihn nur Bürger von hohem Rang tragen durften.
Zwei Jahrhunderte zuvor, unter Edward III., war von den Schuhmachern ein Schutzschuh aus Metall kopiert worden, den die Ritter hoch zu Pferde trugen (Abb. 6).
Daraus entstand ein Schuhtyp, der sich in ganz Europa verbreitete. Schuhe der (Abb. 7) kamen vor allem aus Böhmen und können als die ersten Exportschlager auf diesem Sektor bezeichnet werden.
Die lange Spitze unterstrich, dass ihr Träger nicht viel gehen – also nicht arbeiten musste.

Im 15.Jahrhundert waren die Schuhe spitz und ähnelten eher einem Schlauch, als einem fußgerechten Schuh.
Der englische König Heinrich VIII. war nicht nur mit zahlreichen Frauen verheiratet, sondern zeichnete sich auch durch andere Extravaganzen aus. Wie für Spreizzehen gefertigt wirken seine aus weichem Velourleder genähten Schuhe (Abb.8).

Nun schlug das Pendel nach der anderen Seite aus, und die Schuhe – Entenschnäbel genannt – wurden immer breiter. Schließlich wurde die Zehenbreite der Schuhe durch Gesetz auf 6 Zoll beschränkt (15cm). Auch dieser Schuhtyp war nach relativ kurzer Zeit überall in Europa zu finden.Ganz verspielt wurden die Stiefel im Rokoko (um 1775). Frankreich hatte in der Zeit nach Ludwig XIV. einen Gipfel modischer Eleganz erreicht, den ganz Europa nachahmte.
Die französische Gesellschaft war nun tonangebend. Die Stiefeletten entsprachen dem damaligen Stilgefühl und waren sehr verspielt, was ja ganz allgemein für die Mode der damaligen Zeit galt. (Abb.9) zeigt eine Stiefelette aus Ziegenleder mit Rüschen aus Seide, die etwa um 1800 getragen wurde.

Auch die Biedermeierzeit (181-1848) hatte ihre eigene Schuhmode. (Abb. 10) zeigt eine Stiefelette, wie sie die vornehme Bevölkerung trug. Der Schnitt selbst ist relativ einfach, doch weist der Schaft dezente ornamentale Verzierungen auf.
Mitte des 19.Jahrhunderts verzierte man dagegen die Schäfte mit Pompons (Abb. 11).

Die Schuhe waren betont farbig gehalten, wobei Weiß, Grün, Gelb und Rot im Vordergrund standen. Weiches Ziegenleder war das ideale Material für solche Schuhe. Es gab aber auch Kombinationen mit Atlasseide oder Musselin.

Um 1850/60 bevorzugten die Damen fast ausschließlich geknöpfte oder geschnürte halbhohe Stiefel (Abb.12), wobei schwarzes Ziegenleder als Schaftmaterial den Vorzug bekam. Der halbhohe Absatz ermöglichte ein bequemes Gehen.

Damit soll der kurze Streifzug durch die Stiefelmode in der Zeitepoche beendet sein, in der der Schuhmacher als bisher alleiniger Schöpfer dieser kleinen Kunstwerke erst ganz langsam aber dann immer stürmischer von der maschinellen Schuhproduktion abgelöst wurde.

Es ist gut, hin und wieder daran zu erinnern, welche lange, weit in die Frühgeschichte zurückreichende, Tradition das Handwerk der Schuhmacher hat.

Schuster Greis - WürzburgSchumacherei GREIS
Brettreichstraße 5
97074 Würzburg

Tel. 0931 / 88 46 27

Öffnungszeiten:
Mo.-Fr. 08.30 – 12.00 Uhr und 13.00 – 18.00 Uhr
Samstag 09.00 – 12.00 Uhr

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